Die EU-Textilstrategie 2022
Im März 2022 hat die EU-Kommission ihren Masterplan vorgestellt: Bis 2030 sollen alle Textilien in der EU:
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langlebiger und reparierbar sein
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aus Recyclingfasern bestehen (Mindestanteile!)
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schadstofffrei produziert werden
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unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden
Das ist Teil des European Green Deal – weg vom „Neues kaufen, Altes wegwerfen“, hin zu „Lange nutzen, dann recyceln“.
Die neuen Gesetze Schritt für Schritt:
2024: Ökodesign-Verordnung
Modefirmen müssen künftig Kleidung so entwickeln, dass sie haltbarer, reparierbarer, energieeffizienter und besser recycelbar ist. Das heißt: Keine Einweg-Mode mehr, sondern Qualitätsprodukte mit langer Lebensdauer.
Seit Januar 2025: Getrennte Textilsammlung
Alle EU-Länder müssen Textilien (Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Vorhänge etc.) getrennt vom Restmüll sammeln. Ziel: Mehr Wiederverwendung und Recycling, weniger Verbrennung oder Deponierung.
September 2025: Hersteller zahlen für ihren Müll
Das Europäische Parlament hat neue Regeln verabschiedet: Produzenten von Kleidung, Schuhen, Accessoires, Decken und Co. müssen die Kosten für Sammlung, Sortierung und Recycling tragen. Das gilt auch für:
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Online-Shops
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Firmen außerhalb der EU
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Kleinstunternehmen bekommen 1 Jahr länger Zeit
Ab 2026: Verbot der Zerstörung unverkaufter Ware
Große Unternehmen dürfen unverkaufte Kleidung, Schuhe und Accessoires nicht mehr vernichten. Sie müssen genau berichten:
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Wie viele Artikel unverkäuflich waren
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Warum sie nicht verkauft werden konnten
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Was damit passiert ist
Die EU schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen. Aber wir als Konsument:innen entscheiden mit unserem Geldbeutel: Weniger kaufen, besser wählen, länger tragen.
