Mülltrennung im Haushalt als der Beginn des Weges
In Österreich entstehen jedes Jahr ungefähr eine Million Tonnen Kunststoffabfälle. Damit diese umweltfreundlich entsorgt und wiederverwertet werden können, ist eine korrekte Mülltrennung besonders wichtig. Für Plastikverpackungen ist die gelbe Tonne beziehungsweiße der gelbe Sack vorgesehen, wenn die Abfälle allerdings im Restmüll landen können diese nicht sortiert, recycelt und wiederverwendet werden. Ein häufig aufkommender Gedanke ist, dass Plastikmüll benötigt wird, damit Müllverbrennungsanlagen effizient arbeiten können. Dies ist jedoch nicht richtig, da Restmüll bereits selbst einen hohen Brennwert besitzt und moderne Anlagen auch ohne zusätzliche Kunststoffe optimal funktionieren. Daher beginnt der Weg des Kunststoffmülls im Haushalt, wird der Müll richtig getrennt ist er kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff für neue Produkte.

Was passiert, wenn Plastik im Restmüll landet?
Trotz bestehender Sammelsysteme landet Kunststoffmüll immer noch häufig im Restmüll. Dies geschieht nicht ohne Folgen, denn bei der Verbrennung von Kunststoff entstehen Ablagerungen in den Öfen. Diese Ablagerungen belasten die Anlagen und dabei können Schadstoffe wie zum Beispiel Dioxine freigesetzt werden. Außerdem wird die Müllmenge, welche pro Durchlauf verbrannt werden kann, verringert was auch die Energieeffizienz verschlechtert. Einige Länder verbrennen Plastik bewusst, da sie damit das Müllvolumen verringern möchten. Teilweise fehlt auch die Recyclinginfrastruktur oder auch der Deponieraum, um den Müll anders zu verwerten. In Österreich besteht jedoch ganz klar das Ziel mehr zu recyceln und weniger zu verbrennen.
Abholung und Transport zur Sortieranlage
In Österreich erfolgt die Abholung des Kunststoffmülls durch Entsorgungsunternehmen. In den meisten Regionen erfolgt dies durch kommunale Abfallbetriebe oder regionale Partnerfirmen. Die gelben Tonnen und Säcke werden gesammelt, in Sammelfahrzeugen verdichtet und schlussendlich zu einem Sortierzentrum gebracht. Der Transport geschieht auf umweltfreundlicher Basis und wird möglichst kurzgehalten. Ist der Kunststoffmüll erstmals im Sortierzentrum angelangt, beginnt der Sortierprozess.
Sammelsysteme und Sortierprozess
Nachdem der Kunststoffmüll korrekt in der gelben Tonne oder im gelben Sack gesammelt wurde, wird er zu den Sortieranlagen transportiert und dort nach Materialien getrennt. Der Grund dieser Trennung ist, dass Plastikflaschen, Joghurtbecher, Folien oder auch Konservendosen aus verschiedenen Kunststoffen und Metallen bestehen. Durch den technischen Fortschritt der letzten Jahre sind moderne Sortieranlagen in der Lage diese Materialien immer präziser voneinander zu trennen. Dies führt dazu, dass ein wesentlich größerer Anteil des Verpackungsabfalls recycelt wird und dem Kreislauf erneut zugeführt wird.
Der Sortierprozess – wie Maschine und Menschen trennen
In der Sortieranlage geht es zunächst darum, kleinere und größere Verpackungen voneinander zu trennen. Dafür werden sie mechanisch aufgebrochen und anschließend anhand moderner Technologien gescannt, um zu erkennen um welche Kunststoffart es sich handelt. Danach blasen automatische Luftdüsen die Materialen sehr schnell auf getrennte Förderbänder. Zwar funktioniert dieser Prozess sehr gut, jedoch sind auch Mitarbeiter*innen im Einsatz, welche falsch sortiertes Material manuell entfernen. Das Ziel des Sortierprozesses ist es, möglichst reines Material zu gewinnen, welches später eingeschmolzen und weiterverarbeitet werden kann.

Aussortieren und Pressen – was übrigbleibt
Im Anschluss der Sortierung werden die getrennten Kunststoffe in Ballen gepresst. Diese Ballen bestehen grundsätzlich aus reinen Kunststoffarten, welche an die Recyclingbetriebe weitergegeben werden können. Wie bereits erwähnt ist es in Österreich der Fall, dass das Ziel daraus besteht zu recyceln und weniger zu verbrennen. Österreich möchte den Anteil recycelter Materialien weiterhin erhöhen, Manche Kunststoffabfälle sind jedoch stark verschmutzt oder nicht verwertbar und diese werden schlussendlich zur Energiegewinnung verbrannt. Die Kunststoffballen sind damit das Endergebnis innerhalb einer Sortieranlage und der Beginn eines neuen Kreislaufs. An diesem Punkt können aus alten Verpackungen neue Produkte entstehen.
Fazit
Der Weg des Kunststoffmülls zeigt, wie wichtig bereits der Anfang des Weges ist, indem der Müll korrekt im Haushalt getrennt wird. Nur wenn Verpackungen korrekt getrennt, gesammelt und sortiert werden können wertvolle Rohstoffe daraus geschaffen werden. Österreich ist dahingehend auf einem guten Weg seine Recyclingquoten zu erhöhen und den Anteil an wiederverwerteten Kunststoffen zu steigern. Dennoch ist es wichtig, dass jede einzelne Person darauf achtet Plastik richtig zu entsorgen. Damit kann jeder einzelne einen Beitrag leisten, um Klima und Ressourcen zu schützen, sowie den Kreislauf der Wiederverwertung am Laufen zu halten.
Quellen:
Wien Energie (2025): Plastik verbrennen – Was passiert mit unserem Kunststoffmüll? https://www.wienenergie.at/blog/braucht-die-muellverbrennung-plastik/, Stand: 12.11.2025.
Unsere Umwelt Profis (2025): Ab 2025: Verpackungssammlung neu, https://www.umweltprofis.at/grieskirchen/aktuelles/nachrichten_detail/n/detail/News/ab_2025_verpackungssammlung_neu.html, Stand: 12.11.2025.
