Lebensmittelverschwendung ist eines der größten Umweltprobleme, doch digitale Lösungen machen es leichter, im Alltag nachhaltiger zu handeln. Ob beim Einkaufen, beim Verwerten von Resten oder beim Weitergeben überschüssiger Produkte: Mit den richtigen Apps können wir bewusster konsumieren und wertvolle Ressourcen sparen.
Diese fünf Apps und Plattformen zeigen dir, wie einfach das geht:
1. Too Good To Go
Too Good To Go ist wahrscheinlich die bekannteste App im Kampf gegen Food Waste. Sie verbindet Konsument:innen mit Bäckereien, Restaurants, Supermärkten oder Hotels, die am Ende des Tages überschüssige Lebensmittel zu günstigen Preisen als sogenannte „Magic Bags“ anbieten.
Ein besonderer Vorteil: Nutzer:innen wissen meist nicht genau, was sie bekommen und genau diese Überraschungskomponente schafft Flexibilität für die Betriebe. So können Lebensmittel gerettet werden, die ansonsten einfach entsorgt werden würden.
2. Zu gut für die Tonne
Die App „Zu gut für die Tonne“ gehört zur gleichnamigen Aufklärungskampagne des deutschen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Im Fokus steht die Vermittlung von Wissen rund um Einkauf, Vorratsplanung, Haltbarkeit und optimale Lagerung von Lebensmitteln.
Besonders hilfreich sind Rezepte, die zeigen, wie sich Lebensmittelreste kreativ verwerten lassen.
3. Afreshed – gerettete Lebensmittel direkt vom Feld
Afreshed ist eine App, über die du „Retterboxen“ mit überschüssigem Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln direkt von Landwirt:innen bestellen kannst. Diese enthalten oft biologische und hochwertige Produkte, die aufgrund von Form, Größe oder Überproduktion ansonsten nicht im Handel landen würden. Im Fokus steht der faire Lohn der Landwirt:innen.
4. Motatos
Motatos ist ein Onlineshop und eine App, über die Konsument:innen haltbare Lebensmittel vergünstigt kaufen können. Viele der Produkte stammen aus Überproduktionen, Fehldrucken oder Sortimentswechseln. Auch Produkte der eigenen Marken werden aus geretteten Zutaten hergestellt.
5. Foodsharing – Community
Seit vielen Jahren vernetzt die Plattform foodsharing Menschen, die überschüssige Lebensmittel teilen möchten. Sowohl Privatpersonen als auch Supermärkte oder Bäckereien. Die Community organisiert Abholungen, verteilt Lebensmittel weiter und betreibt in vielen Städten sogenannte Fairteiler: frei zugängliche Regale oder Kühlschränke, aus denen jede:r Lebensmittel mitnehmen oder hineingeben kann.
Ein Beispiel dafür ist Foodsharing Graz, das in der gesamten Stadt Fairteiler-Standorte betreibt. Es lohnt sich, im eigenen Umfeld nach Foodsharing-Gruppen Ausschau zu halten oder in sozialen Netzwerken aktiv zu werden.
Diese fünf Apps und Plattformen zeigen, wie leicht und effektiv der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung sein kann. Ob über Überraschungsboxen, Wissensvermittlung, direkte Unterstützung von Landwirt:innen oder Community-Initiativen – schon kleine Schritte helfen dabei, Ressourcen zu schonen und nachhaltiger zu leben.
