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Ich bin ein Kleidungsstück, das man nie wegwirft, aber ständig verliert. Was bin ich?

Die Socke ist nicht das einzige Kleidungsstück, das ungewollt in der falschen Tonne landet. Oft bleibt nur ein Teil eines Paares übrig – und viele entscheiden dann spontan: weg damit. Wegwerfen ist für viele Menschen die naheliegendste Option, obwohl es oft nicht nötig wäre. 

Du bist anders. Du hast die andere Socke gestopft, geflickt und nun ist ein Senffleck dazugekommen, der nicht mehr herausgeht? Du hast die einzelnen guterhaltenen Stellen verwendet, um es als Smartphone-Halter beim Joggen zu nutzen und nun doch noch Reste übrig? Falls Kleidung wirklich in einem Zustand ist, in dem Wiederverwendung keine Option mehr ist, dann ist Wegwerfen manchmal tatsächlich der richtige Schritt – aber nur, wenn sie richtig entsorgt wird. 

 

Dahin gibst du deine Kleidung: 

Einzelne, verfärbte oder stark verschmutzte Kleidung → ab in den Restmüll, nicht in den Altkleidercontainer oder Kompost/Biomüll! 

Echtes Textil-zu-Textil-Recycling ist derzeit noch die Ausnahme. Besonders das Recycling von Polyester aus getragener Kleidung ist nur in spezialisierten Anlagen möglich und noch nicht flächendeckend etabliert. In diesen Fällen ist die thermische Verwertung in dafür vorgesehenen Anlagen in Österreich oft die sinnvollere Option – besser als Export oder Deponierung. 

 

Recycling vs. Downcycling vs. Upcycling – der Unterschied 

Recycling: Ein Material wird so aufbereitet, dass daraus wieder ein gleichwertiges Produkt entsteht.
→ aus Baumwolle wird wieder Baumwollfaser 

Downcycling: Das Material wird weiterverwendet, aber in minderer Qualität.
→ Putzlappen, Füllstoffe oder Bauplatten 

Viele Textilien werden nicht recycelt, sondern maximal downgecycelt. 

Upcycling: Einem alten Kleidungsstück einen neuen Wert geben, indem es z. B. zu einem anderen, oft höherwertigen Produkt gemacht wird.
→ Aus alten Jeans wird eine Tasche
 

Wollen wir Lösungen für Abfall oder für Überproduktion?