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Produktion. Konsum. Müll – Gedanken zur Kreislaufwirtschaft

Produktion. Konsum. Müll – Gedanken zur Kreislaufwirtschaft

Unser derzeitiges Wirtschaftssystem basiert auf einem linearen Prinzip: produzieren – konsumieren – wegwerfen. Diese sogenannte Linearwirtschaft führt zu massiven ökologischen, sozialen und ökonomischen Problemen: Ressourcen werden verschwendet, Müllberge wachsen und klimaschädliche Emissionen steigen und steigen. Das wird besonders bei Einwegprodukten und globalen Massenkonsum sichtbar – kurzlebige Produkte mit langer Wirkung auf unseren Planeten sozusagen. Klimakrise, Biodiversitätskrise, Nachhaltigkeitskrise – so viel Krise, so klar.
Hier setzt die Idee der Kreislaufwirtschaft an: Statt Produkte nach kurzer Nutzung zu entsorgen, sollen Materialien und Ressourcen möglichst lange im Umlauf bleiben (siehe auch unseren vorherigen Blogeintrag zum Thema „Fast Fashion“). Grundsätzlich geht es in dem Konzept darum, „den Einsatz von Rohstoffen, die Abfallproduktion, die Emissionen und die Energieverschwendung“(1) so gering wie möglich zu halten. Das soll durch das Schließen, Verlangsamen und Verringern von Kreisläufen, die für Produktion notwendig sind, erreicht werden. Gerade im Kontext der SDGs (nachhaltiger Konsum und Produktion) 12 und 13 (Klimaschutz), die wir in unserem ersten Blogpost bereits etwas näher erläutert haben, ist das zentral. (2) Es geht darum, Produkte möglichst langlebig herzustellen und sie so auch lange im Kreislauf zu behalten – Rohstoffe sollen dann über den Lebenszyklus von den Produkten weiterverwendet und wieder zur Gänze in Produktionsprozesse für neue Produkte zurückgebracht werden.(3)

Kreislaufwirtschaft trägt so zum Schutz von Klima und Umwelt bei, durch bspw. geringere Umweltschäden durch die Reduktion von Abbau von Rohstoffen, Senkung von Verbrauchen (Wasser, Energie etc.) in Produktionsprozessen, Senkung von Co2-Ausstoß und Reduktion von Lärm- und Staub-Emissionen bei Produktion und Transport von Rohstoffen usw.

Doch: Kreislaufwirtschaft bedeutet nicht nur technische Innovation, sondern auch einen grundlegenden Wandel unserer Werte und unsere Alltagsverhaltens. Es braucht strukturelle Änderungen und systemische Transformation. (4) Entscheidungsträger:innen in allen Ebenen (Politik, Verwaltung…) müssen ebenso richtige Weichen und gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen. Aber es braucht auch individuelle Reflexion.

Wir sollten uns fragen: Brauche ich das wirklich? Kann ich etwas reparieren, tauschen oder 2nd-Hand kaufen? Wie wurde das Produkt hergestellt und unter welchen Bedingungen? Natürlich sind auch solche Entscheidungen hinsichtlich verschiedener sozio-ökonomischer Möglichkeitsräume zu betrachten. Wir schließen wir diesen Blogpost daher mit einem kleinen Appell:

Hinterfragt eure täglichen Kaufentscheidungen – kritisch, ehrlich und soweit es euch in gewissen Situationen möglich ist! So können wir alle einen kleinen Beitrag im großen Ganzen leisten.

Quellen:

(1), (2), (4): CCCA (2023): Fact Sheet Nr. 42 – Kreislaufwirtschaft – ein Beitrag zum Klimaschutz. Trummer. CCCA, BOKU [online]:  https://ccca.ac.at/fileadmin/00_DokumenteHauptmenue/02_Klimawissen/FactSheets/42_kreislaufwirtschaft_202303.pdf Zugriff: 7.5.25

(3) WKO: [online]: https://www.wko.at/nachhaltigkeit/kreislaufwirtschaft-ressourcen-abfallmanagement#:~:text=Ziel%20der%20Kreislaufwirtschaft%20(Circular%20Economy,in%20den%20Produktionsprozess%20zur%C3%BCck%20gelangen. Zugriff: 7.5.2025